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    <title>Gegen Agenda 2010 (Rubrik:Offener Brief an den Bubdeskanzlwer Gerhard Schroeder)</title>
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    <dc:publisher>Gobsch</dc:publisher>
    <dc:creator>Gobsch (mailto:&amp;#104;&amp;#101;&amp;#108;&amp;#109;&amp;#117;&amp;#116;&amp;#64;&amp;#103;&amp;#111;&amp;#98;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#46;&amp;#100;&amp;#101;)</dc:creator>
    <dc:date>2005-03-01T13:44:05Z</dc:date>
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    <title>Gegen Agenda 2010</title>
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  <item rdf:about="http://gegenagenda2010.twoday.net/stories/483684/">
    <title>Offener Brief an den Bundeskanzler Gerhard Schr&amp;ouml;der</title> 
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    <description>&lt;font color=red size=3&gt;&lt;b&gt;Offener Brief&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herrn Bundeskanzler Gerhard Schr&amp;ouml;der&lt;br /&gt;
die Damen und Herren des Bundesministeriums f&amp;uuml;r Wirtschaft und Arbeit&lt;br /&gt;
die Damen und Herren Abgeordneten des Bundestages&lt;br /&gt;
die Damen und Herren des Bundesrates die Damen&lt;br /&gt;
und Herren des Ombudsrates&lt;/b&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vorab per E-Mail	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aschersleben, 13. Januar 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, sehr geehrte Damen und Herren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir h&amp;ouml;ren zurzeit nur immer, dass Sie das Gejammer satt haben. Nun m&amp;ouml;chten wir Ihnen aber entgegenhalten, dass wir Ihr Gejammer &amp;uuml;ber leere Kassen satt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir prangern Sie an, den Sozialstaat in str&amp;auml;flicher Weise zu demontieren und das im Grundgesetz manifestierte Sozialstaatsgebot zu missachten. Denn die immer gr&amp;ouml;&amp;szlig;er werdenden L&amp;ouml;cher im Haushalt sind auf Ihre Fehler in der Steuer- und Subventionspolitik zur&amp;uuml;ckzuf&amp;uuml;hren.&lt;br /&gt;
Eine Steuerpolitik in der Ver&amp;auml;u&amp;szlig;erungsgewinne von Unternehmen steuerfrei sind, der Anteil der Steuern auf Gewinne und Verm&amp;ouml;gen immer mehr sinkt und im Gegenzug der Anteil der Steuern auf L&amp;ouml;hne und Geh&amp;auml;lter immer mehr steigt, Verluste den Gewinnen langfristig gegengerechnet werden, so dass am Ende kaum noch zubesteuernde Gewinne anfallen, verfehlt das Ziel einer soliden Finanzpolitik. Die Steuerflucht von Konzernen welche zwar in Deutschland Gewinne machen, diese aber im ausl&amp;auml;ndischen Steueroasen versteuern, hat leere Kassen von St&amp;auml;dten und Gemeinden und st&amp;auml;ndig sinkende Gesamtsteuereinnahmen zur Folge. Eine einheitliche EU- Steuergesetzgebung ist notwendig.&lt;br /&gt;
In der EU hat Deutschland die niedrigste Steuerbelastung auf Unternehmenst&amp;auml;tigkeit und Verm&amp;ouml;gen. (Die Mindereinnahmen belaufen sich in zweistelliger Milliardenh&amp;ouml;he.) Nicht der Sozialstaat ist zu teuer, sondern die Finanzpolitik ihrer Regierung, Herr Bundeskanzler! Dies kann nicht auf dem R&amp;uuml;cken des kleinen Mannes ausgetragen werden! Die, die sich am wenigsten wehren k&amp;ouml;nnen, sollen aber f&amp;uuml;r die Fehler von Politik und Wirtschaft gerade stehen! Ihre Wirtschaftspolitik bedarf einer Reform! Jetzt wird auch noch der Spitzensteuersatz gesenkt: Steuergeschenke f&amp;uuml;r Gro&amp;szlig;verdiener. Allein die Beibehaltung des Spitzensteuersatzes h&amp;auml;tte die Kosten der nun abgeschafften Arbeitslosen- und Sozialhilfe abdecken k&amp;ouml;nnen!&lt;br /&gt;
Mit dieser Politik gef&amp;auml;hrden Sie in str&amp;auml;flicher Weise den sozialen Frieden. Es kann nicht sein, dass Arbeitspl&amp;auml;tze ins Ausland verlagert werden und dieses der Staat auch noch subventioniert. Es kann nicht sein, dass ein Regierungsbeauftragter sich um Auslandsinvestoren bem&amp;uuml;ht, diesen das Norderfriedrichskooger Steuermodell vorschl&amp;auml;gt, bei welchem dem Staat Mio. Euro an Steuergeldern verloren gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Subventionspolitik sieht es &amp;auml;hnlich aus. Riesige Subventionen werden f&amp;uuml;r Landwirtschaft, Steinkohle oder f&amp;uuml;r gro&amp;szlig;e Konzerne gezahlt. Sie holen sich aber das Geld bei den schw&amp;auml;chsten der Gesellschaft, bei den Erwerbslosen. Durch Einf&amp;uuml;hrung des ALG II wird der Verlust der Kaufkraft allein in Sachsen-Anhalt im Jahr 2005 ca. 200 Millionen Euro betragen. Die Folgen: Binnennachfrage geht weiter zur&amp;uuml;ck, Einzelh&amp;auml;ndler und Mittelst&amp;auml;ndler m&amp;uuml;ssen schlie&amp;szlig;en, Arbeitspl&amp;auml;tze werden abgebaut und die Arbeitslosigkeit wird weiter steigen. Diese Politik geht in die v&amp;ouml;llig falsche Richtung.&lt;br /&gt;
Steuerschlupfl&amp;ouml;cher m&amp;uuml;ssen geschlossen werden. Der Mensch sollte wieder im Vordergrund stehen und nicht das Kapital! Eine Maximierung des Lebensniveaus sollte angestrebt werden und nicht eine des Profites.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umverteilung von oben nach unten ist n&amp;ouml;tig, z. B. Hebung des Spitzensteuersatzes, Schaffung einer anderen Unternehmensbesteuerung z. B. Einf&amp;uuml;hrung der Wertsch&amp;ouml;pfungssteuer. Die Besteuerung der Unternehmen sollte sich nicht an den L&amp;ouml;hnen und Geh&amp;auml;ltern orientieren, sondern an den geschaffenen Werten eines Unternehmens.&lt;br /&gt;
Denn seit ca. 30 Jahren hat sich die Summe des Sozialproduktes verdoppelt jedoch nicht die Nettorealeinkommen. Dies hat eine gef&amp;auml;hrliche Entwicklung zur Folge, dass die Nachfrage dem Angebot nicht mehr folgen kann. Die Binnennachfrage sinkt st&amp;auml;ndig. Ohne eine Umverteilung von oben nach unten wird der soziale Frieden gest&amp;ouml;rt und die Gesellschaft droht daran zu zerbrechen. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer gr&amp;ouml;&amp;szlig;er.&lt;br /&gt;
Gen&amp;uuml;gend Einkommen der Masse sind die Vorraussetzung daf&amp;uuml;r, dass klein- und mittelst&amp;auml;ndische Betriebe wieder florieren und somit auch Arbeitspl&amp;auml;tze geschaffen werden damit St&amp;auml;dte und Kommunen mehr Steuern einnehmen. Die Kaufkraft muss in der breiten Masse vorhanden sein. Ein Busfahrer existiert nicht von einem Million&amp;auml;r und ein Million&amp;auml;r kann nicht &amp;ouml;fter zum Fris&amp;ouml;r gehen als die breite Masse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Faktor Arbeit immer mehr durch Maschinen und automatisierte Fertigungsanlagen an Wert verliert, k&amp;ouml;nnen somit die sozialen Sicherungssysteme nicht nur durch Arbeit allein erhalten werden. Das Bruttosozialprodukt steigt stetig bei gleichzeitigem Sinken des Faktors Arbeit. Ebenso wie die Nettoeinkommen aus Verm&amp;ouml;gen und unternehmerischer T&amp;auml;tigkeit stetig steigen und die Nettoeinkommen aus abh&amp;auml;ngiger T&amp;auml;tigkeit im Sinken begriffen sind. Es muss also auch das erwirtschaftete Kapital zur Sicherung der sozialen Systeme mit einbezogen werden.&lt;br /&gt;
Von Arbeit m&amp;uuml;ssen wir leben k&amp;ouml;nnen, aber ohne auch!&lt;br /&gt;
Kapital wird genug erwirtschaftet. Dass der Export boomt, n&amp;uuml;tzt dem Einzelh&amp;auml;ndler, dem Handwerker, dem Mittelst&amp;auml;ndler wenig. Denn die sind auf die Kaufkraft der Masse angewiesen!&lt;br /&gt;
Mit steigender Binnennachfrage werden auch mehr Arbeitspl&amp;auml;tze entstehen. Ebenfalls sollten alle Bev&amp;ouml;lkerungsschichten, ob Unternehmer, Staatsbediensteter usw., &amp;auml;hnlich wie es die Schweiz oder Frankreich macht, in die Finanzierung der sozialen Systeme einbezogen werden.&lt;br /&gt;
Die produzierte Warendecke wird immer gr&amp;ouml;&amp;szlig;er bei gleichzeitiger Abnahme der Kaufkraft in der Masse. Die Folge ist eine Rezession.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Keynesianische Wirtschaftspolitik ist weitsichtiger. Sie strebte keine Bestrafung der L&amp;auml;nder mit Handelsbilanzdefizit an, sondern der L&amp;auml;nder mit Handelsbilanz&amp;uuml;berschuss. Sodass diese unter anderem vor die Wahl gestellt wurden die Inlandsnachfrage oder das Importvolumen zu steigern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Politik hat schon heute katastrophale Folgen. Sorgen Sie daf&amp;uuml;r, dass die Konzerne nicht weiter den Staat auspl&amp;uuml;ndern k&amp;ouml;nnen und durch die miserablen Gesetze auch noch gesch&amp;uuml;tzt werden.&lt;br /&gt;
Albrecht M&amp;uuml;ller, Berater von Willy Brandt und Helmut Schmidt schrieb in einem offenen Brief an Sie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Es brodelt im Land. Viele sind betroffen oder f&amp;uuml;rchten betroffen zu werden. Manche demonstrieren und protestieren gegen die Reformpolitik, andere resignieren und wenden sich von der Politik ab. Das kann uns doch nicht kalt lassen&amp;#8220;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fordern Sie dringendst zum wohl&amp;uuml;berlegten Handeln f&amp;uuml;r Arbeit und soziale Gerechtigkeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-J&amp;uuml;rgen Hedermann und Elke Reinke&lt;br /&gt;
Interessengemeinschaft &amp;#8220;Contra Sozialabbau&amp;#8220;    Landkreis Aschersleben-Sta&amp;szlig;furt&lt;br /&gt;
Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontakt: ig-contra-sozialabbau@web.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterst&amp;uuml;tzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Steinh&amp;auml;user&lt;br /&gt;
IG Metall Halberstadt&lt;br /&gt;
Sozialforum Nordharz	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reiner Straubing&lt;br /&gt;
DGB Halberstadt&lt;br /&gt;
Sozialforum Nordharz	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hasso Wege&lt;br /&gt;
attac-Nordharz&lt;br /&gt;
Sozialforum Nordharz&lt;br /&gt;
Dolores Rente&lt;br /&gt;
G&amp;uuml;nter Falk&lt;br /&gt;
Olaf Beyer&lt;br /&gt;
Wahlalternative Arbeit und&lt;br /&gt;
soziale Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
Sachsen-Anhalt	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J&amp;uuml;rgen Kirste&lt;br /&gt;
J&amp;uuml;rgen Kramrich&lt;br /&gt;
Marina Ide&lt;br /&gt;
Wahlalternative Arbeit &amp;amp;&lt;br /&gt;
soziale Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
Th&amp;uuml;ringen	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hartmuth K&amp;ouml;nig&lt;br /&gt;
Soziales B&amp;uuml;ndnis&lt;br /&gt;
Wittenberg&lt;br /&gt;
Hennig Hagen&lt;br /&gt;
Wahlalternative Arbeit &amp;amp;&lt;br /&gt;
soziale Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
Brandenburg	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Wiese&lt;br /&gt;
Kay Zobel&lt;br /&gt;
Ina Altmann&lt;br /&gt;
Gerhard Kratzke&lt;br /&gt;
Wahlalternative Arbeit &amp;amp;&lt;br /&gt;
soziale Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
Mecklenburg Vorpommern	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Kohrs&lt;br /&gt;
Soziales B&amp;uuml;ndnis Wittenberg&lt;br /&gt;
Wahlalternative Arbeit und&lt;br /&gt;
soziale Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
Gert Flegelskamp&lt;br /&gt;
Miriam Einy&lt;br /&gt;
Martin Gertenbach&lt;br /&gt;
Rolf H&amp;ouml;ber&lt;br /&gt;
Wahlalternative &amp;amp;&lt;br /&gt;
soziale Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
Offenbach	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhard Schierack&lt;br /&gt;
J&amp;uuml;rgen Egener&lt;br /&gt;
Wahlalternative Arbeit &amp;amp;&lt;br /&gt;
soziale Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
RG Kreis Viersen/NRW	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J&amp;ouml;rg Wagner&lt;br /&gt;
Wahlalternative Arbeit &amp;amp;&lt;br /&gt;
soziale Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
Kreis Nordhessen</description>
    <dc:creator>Gobsch (mailto:&amp;#104;&amp;#101;&amp;#108;&amp;#109;&amp;#117;&amp;#116;&amp;#64;&amp;#103;&amp;#111;&amp;#98;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#46;&amp;#100;&amp;#101;)</dc:creator>
    <dc:subject>Offener Brief an den Bubdeskanzlwer Gerhard Schroeder</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Gobsch</dc:rights>
    <dc:date>2005-01-22T12:09:50Z</dc:date>
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