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    <title>Gegen Agenda 2010 (Rubrik:Rekord selbstgestrickt)</title>
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    <dc:publisher>Gobsch</dc:publisher>
    <dc:creator>Gobsch (mailto:&amp;#104;&amp;#101;&amp;#108;&amp;#109;&amp;#117;&amp;#116;&amp;#64;&amp;#103;&amp;#111;&amp;#98;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#46;&amp;#100;&amp;#101;)</dc:creator>
    <dc:date>2005-03-01T13:44:05Z</dc:date>
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    <title>Rekord selbstgestrickt</title> 
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    <description>&lt;font color=red size=3&gt;&lt;b&gt;Rekord selbstgestrickt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K&amp;uuml;nstliche Aufregung um offizielle Arbeitslosenzahl von f&amp;uuml;nf Millionen. Clement, R&amp;uuml;rup und Co. tr&amp;auml;umen von &amp;raquo;Trendwende&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/font&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufregung ist gro&amp;szlig;: Erstmals in der Geschichte der BRD hat im Januar die offiziell zugegebene Zahl der Arbeitslosen die F&amp;uuml;nf-Millionen-Grenze &amp;uuml;berschritten. Quer durch alle Parteien &amp;uuml;berschlugen sich am Mittwoch die Politiker mit gespielter Besorgnis: &amp;raquo;Schreckliche Zahlen&amp;laquo; (Bundesarbeitsminister Wolfgang Clement, SPD), &amp;raquo;Skandal&amp;laquo; (CDU-Chefin Angela Merkel), Kanzler Gerhard Schr&amp;ouml;der sei an &amp;raquo;der wichtigsten Aufgabe f&amp;uuml;r Deutschland gescheitert&amp;laquo; (CSU-Chef Edmund Stoiber), &amp;raquo;hausgemachte Arbeitslosigkeit&amp;laquo; (FDP-Chef Guido Westerwelle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie alle wissen seit langem, da&amp;szlig; die Statistik nur einen Teil der Realit&amp;auml;t widerspiegelt und da&amp;szlig; die tats&amp;auml;chliche Zahl der Arbeitslosen &amp;uuml;ber sieben Millionen liegt. Seit dem 1. Januar werden aufgrund der Hartz-Gesetze zumindest die arbeitsf&amp;auml;higen Sozialhilfebezieher auch offiziell mitgerechnet &amp;#8211; ein willkommener Anla&amp;szlig; f&amp;uuml;r die b&amp;uuml;rgerlichen Parteien, sich wieder einmal mit viel Theaterdonner in Szene zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundesagentur f&amp;uuml;r Arbeit (BA) in N&amp;uuml;rnberg meldete gestern f&amp;uuml;r den Januar 5,037 Millionen Arbeitslose &amp;#8211; rund 573000 mehr als im Dezember. BA-Chef Frank-J&amp;uuml;rgen Weise erkl&amp;auml;rte dazu, die Arbeitslosigkeit sei nicht gr&amp;ouml;&amp;szlig;er geworden, sondern werde durch die Einbeziehung der Sozialhilfeempf&amp;auml;nger &amp;raquo;umfassender abgebildet&amp;laquo;. Clement ging im ZDF einen Schritt weiter: Ohne staatliche Arbeitsbeschaffungsma&amp;szlig;nahmen l&amp;auml;ge die tats&amp;auml;chliche Arbeitslosigkeit bei etwa 6,5 Millionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bert R&amp;uuml;rup, der im M&amp;auml;rz den Vorsitz im Wirtschafts-Sachverst&amp;auml;ndigenrat der Bundesregierung &amp;uuml;bernimmt, warnte davor, die Zahlen als &amp;raquo;arbeitsmarktpolitische Katastrophe&amp;laquo; zu deuten. Die Hartz-Gesetze seien richtig, sie w&amp;uuml;rden ihre Wirkung &amp;raquo;in dem Ma&amp;szlig;e entfalten, wie die Konjunktur anzieht&amp;laquo;. Im Laufe des Jahres sei eine Trendwende auf dem Arbeitsmarkt zu erwarten &amp;#8211; ein Versprechen, das Clement schon vor einigen Tagen abgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;raquo;Reformen&amp;laquo; m&amp;uuml;&amp;szlig;ten unbeirrt durchgezogen werden, forderten denn auch Politiker aller b&amp;uuml;rgerlichen Parteien. Dieter Hundt, Pr&amp;auml;sident des Bundesverbandes der Arbeitgeber legte noch eins drauf mit seiner Forderung nach weiteren Einschnitten bei den Besch&amp;auml;ftigten und bei der Arbeitsmarktpolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besser als Hundt k&amp;ouml;nne man &amp;raquo;die Ignoranz der deutschen Unternehmerelite gegen&amp;uuml;ber den arbeitenden Menschen nicht unter Beweis stellen&amp;laquo;, kritisierte IG-Metall-Chef J&amp;uuml;rgen Peters. &amp;raquo;Die Arbeitsplatzl&amp;uuml;cke hat eine Dimension erreicht, die sich nicht durch Mathematik, sondern nur durch einen grundlegenden Wechsel in entscheidenden Feldern der Politik bek&amp;auml;mpfen l&amp;auml;&amp;szlig;t.&amp;laquo;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bundesgesch&amp;auml;ftsf&amp;uuml;hrer der PDS, Rolf Kutzmutz, erinnerte daran, da&amp;szlig; Kanzler Schr&amp;ouml;der sich vor sechs Jahren am Abbau der Arbeitslosigkeit messen lassen wollte. Notwendig seien jetzt politische Konzepte, die nicht die Arbeitslosen, sondern die Massenarbeitslosigkeit bek&amp;auml;mpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritische Wirtschaftswissenschaftler hatten mehrfach darauf hingewiesen, da&amp;szlig; das von Clement angepeilte Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent keineswegs zu mehr Besch&amp;auml;ftigung f&amp;uuml;hrt. Sie fordern, der Staat m&amp;uuml;sse den Binnenmarkt st&amp;auml;rken. Die dazu n&amp;ouml;tigen Konjunkturprogramme m&amp;uuml;&amp;szlig;ten durch Kredite oder durch effektivere Unternehmensbesteuerung finanziert werden m&amp;uuml;&amp;szlig;ten. Aufgrund zur&amp;uuml;ckgehender Kaufkraft hat der Binnenmarkt jedoch weitere Einbu&amp;szlig;en erlitten: Ebenfalls gestern teilte das Statistischen Bundesamt mit, der Einzelhandelsumsatz sei im Dezember weiter um 2,7 Prozent zur&amp;uuml;ckgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.jungewelt.de/2005/02-03/001.php&quot;&gt;http://www.jungewelt.de/2005/02-03/001.php&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Gobsch (mailto:&amp;#104;&amp;#101;&amp;#108;&amp;#109;&amp;#117;&amp;#116;&amp;#64;&amp;#103;&amp;#111;&amp;#98;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#46;&amp;#100;&amp;#101;)</dc:creator>
    <dc:subject>Rekord selbstgestrickt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Gobsch</dc:rights>
    <dc:date>2005-02-03T17:09:03Z</dc:date>
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